März 2018 im Keller

Fr 2.3. 19:30. «bricklines». Einzelausstellung von Thomas Laubenberger-Pletzer. Vernissage. Der in Zell am See aufgewachsene und in Wien lebende Philosoph, Kunsthistoriker und bildende Künstler zeigt Papierarbeiten, die die Konstruktions- und Oberflächenstrukturen des Perinetkellers aufnehmen und grundlegende Überlegungen dazu grafisch und räumlich umsetzen.

Mi 7. 3. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte – Eine Lesereihe in 4 Akten. Akt 3: Orsolya Kalász und Ulf Stolterfoht; Lesung & Dialog. Orsolya Kalász, gebürtige Ungarin, lebt seit vielen Jahren in Berlin. Schreibt sowohl auf Deutsch (zuletzt etwa den Gedichtband «Das Eine») als auch auf Ungarisch. Auch Ulf Stolterfoht, Lyriker und Übersetzer, lebt in Berlin, wo er den kleinen Verlag BRUETERICH PRESS betreibt. Zuletzt erschienen: «was branko sagt». Konzept: Ulrike Tauss, Verein Biennale West – Sprachspiel.

So 11.3. 19:30. La MUSA – Bernadette Zeilinger & Diego Muné. Die Musikerin (Sopran- bis Kontrabassblockflöte) und der Musiker (Gitarre) zeichnen sich durch unterschiedliche Werdegänge auf und präsentieren nichtsdestoweniger eine Kombination abweichender Virtuositäts-Muster. Zeitgenössisch, keltisch, experimentell…

Mo 12.3. 19:30. «bricklines» – Artist Lecture. Im Rahmen seiner Ausstellung «bricklines» stellt Thomas Laubenberger-Pletzer sein im Herbst 2017 fertiggestelltes experimentelles Schriftbild-Projekt in einer Wohnanlage in Innsbruck vor.

Mi 14.3. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte – Eine Lesereihe in 4 Akten. Akt 4: Elfriede Czurda und Christian Steinbacher; Lesung & Dialog. Unter den Präsidenten H.C. Artmann und Ernst Jandl war Elfriede Czurda Vizepräsidentin der Grazer Autorenversammlung. Ihre literarische Arbeit ist u.a. von den Filmen der Nouvelle Vague beeinflusst. Christian Steinbacher lebt in Linz und ist Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Er blickt auf 20 Buchpublikationen seit 1988 zurück.

Mi 21.3. 19:30 Flucht in die Karibik. – abgesagt.

Mi 28.3. 19:30 pünklichkeit & anarchie: punkti.punkti. strichi-strichi- Ein Abend mit den beiden Avantgardekonvertiten Hannes Löschel (Harmonium, Dseigs, Gesang) und W.V.Wizlsperger (graphische Dichtungen, Euphonium, Gesang). Alles geht schief: Herr Löschel bringt sein Klavier nicht durch die Kellertür. Das Harmonium ist ein schwacher Ersatz. Wizlsperger wiederum, eigentlich Sänger, muss sein graphisches Lebenswerk präsentieren….


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

IODE . Perinetkeller . Perinetgasse 1, 1200 Wien . www.perinetkeller.at
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«Hundsprosa» von und mit Daniel Böswirth.

Fotos der Lesung mit MAE (minimal aktionistischen Elementen), am 21.2.2018

„sehr geehrter 183 köpfiger nationalrat! hohes haus! gestern hat mir von dir geträumt. es war ein österreichischer traum mit vielen fragezeichen”. Herr Tilgner leidet unter Schizophrenie und schreibt nicht nur Briefe an den 183-köpfigen Nationalrat, den er als eine Person wahrnimmt, sondern auch an seinen Hund in die Hundevertilgungsanstalt (Tierschutzhaus), der ihm weggenommen worden ist…

22. April: Stadtflucht nach Linz – VALIE EXPORT Center & Mural Harbor.

Ein Tagesausflug in die oberösterreichische Landeshauptstadt zu Projekten, um die wir die Stadt Linz echt beneiden: In die Tabakfabrik, wo das » VALIE EXPORT Center seinen Sitz hat, und zu einer der größten Open Air-Galerien Österreichs mit derzeit » mehr als 100 Graffiti.

Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme unter diesem » Link…

Februar 2018 im Keller

Sa 10.2. 19:30. Das Kunstmahl im Keller – freiinsilvia serviert Kunst aus der Sammlung Jetzinger. 
Der Freiherr ist nicht mehr – doch seine Kunst ist hier: Unter diesem Motto zeigt freiinsilvia mittels Präsentationsperformance Kunst von Fritz Walter Jetzinger (1953 – 2015). Erleben Sie eine Performance der kunstkulinarischen Art und genießen Sie dabei das noch unbekannte Werk des Künstlers. freiinsilvia ist als langjährige Ehefrau des Künstlers Erbin seines künstlerischen Nachlasses, welchen sie als Sammlung Jetzinger zusammenfasst, verwaltet und präsentiert. Zur aktuellen Performance wurde freiinsilvia bei einem Besuch im Perinetkeller inspiriert.

Mi 14.2. 19:30. Buchpräsentation: Mladen Savić, «Feuer am Dach». 
Die Essaysammlung des 38-jährigen, aus Jugoslawien stammenden, in Kanada ausgebildeten und in Wien lebenden Philosophen besticht durch ihren thematischen Bogen. Savić schreibt: Über den Atheismus. Über Gott. Über Hesselstein, den kämpferischten Greis der Erde. Über die Kunst. Über den Planeten Erde. Über Macht. Über rechts und links. Über das Volk. Über Wohlstand und Armut. Über die westlichen Werte. Über den Wettbewerb. In Summe ein Plädoyer dafür, «unbotmäßig» zu leben. Dazu unvorhersehbare Live-Musik in unberechenbarer Qualität.

Mi 21.2. 19:30. «Hundsprosa» von und mit Daniel Böswirth. Eine Lesung mit MAE (minimal aktionistischen Elementen).
„sehr geehrter 183 köpfiger nationalrat! hohes haus! gestern hat mir von dir geträumt. es war ein österreichischer traum mit vielen fragezeichen”. Herr Tilgner leidet unter Schizophrenie und schreibt nicht nur Briefe an den 183-köpfigen Nationalrat, den er als eine Person wahrnimmt, sondern auch an seinen Hund in die Hundevertilgungsanstalt (Tierschutzhaus), der ihm weggenommen worden ist. Eine wahnwitzige Groteske mit tragikomischem Hintergrund entwickelt sich rasant zu einem Stück absurden Sozialdrama, in welchem Fiktion und Wirklichkeit Boogie Woogie tanzen. Daniel Böswirth wurde am 8.8.1968 in Kaltenleutgeben geboren, lebt als freier Autor und Fotograf in Wien.


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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Jänner 2018 im Keller

Do 11.1. 19:30. Gerhard Jaschkes Nekrothek: Elfriede Gerstl. Der Lyriker und «Freibord»-Herausgeber setzt die Reihe seiner qualitätsvollen Nachrufe auf österreichische, anti-triviale LiteratInnen fort. Gerstl gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grazer Autorenversammlung, die zur Plattform des gesellschaftskritischen Teils der österreichischen Literaturszene wurde. Als einzige Frau im Umkreis der Autoren der Wiener Gruppe und der frühen Aktionisten, die aus Wien vertrieben wurden, verbrachte sie die bewegten 60er Jahre in Berlin.

Mi 17.1. 19:30. Der ausgehungerte Zauberer. Daniil Charms (1905-1942) zählt zu den rätselhaftesten Poeten des 20. Jahrhunderts den letzten Avantgardisten der russischen Moderne. Der Charms-Herausgeber und -Übersetzer Alexander Nitzberg rezitiert seine sonderbarsten Gedichte.

Sa 20.1. 19:30. «du weißt, daß ich wie du ungern briefe schreibe»: Konrad Bayer in Briefen. Einmal mehr eine Premiere im Perineteller. Die konrad bayer gesellschaft präsentiert Briefe, die das Mitglied der avantgardistischen «Wiener Gruppe» an den Schweizer Schriftsteller und Revolutionär Giovanni Blumer schrieb. Einleitend berichtet der Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger über diese Korrespondenz und über weiteres Bayer-Material, das kürzlich entdeckt wurde. Es lesen Isabelle Aberegg, Arnold Hofbauer, Helmut Pany, Renate Pittroff, Judith Schöbel und Reinhold Westphal.

Mi 24.1. 19:30. Fast ein Theater: Weiter weiter weiter. Ein zweites Mal haben politisch interessierte KellerbesucherInnen die Gelegenheit, die fiktiven Dialoge zur Oktoberrevolution zu hören, mit denen Michail Schatrow die sowjetische Öffentlichkeit spaltete. Eine szenische Lesung, unterbrochen durch «vandalistische» Zerstörung von Revolutionsliedgut. Mitwirkende: Walter Famler, Peter Friedl, Kathrin Gräble, Andrea Hiller, Rainer Krispel, Rudi Lehner, Traude Lehner, Felix Mautner, Maren Rahmann, Evi Rohrmoser, Martin Tichy.

Do 25.1. 19:30. Heidelinde Wimmer: Eintags-Ausstellung und Film. Die 1967 in Steyr geborene Künstlerin tauchte in Wien in das Grundwerk C.G. Jungs und die psychoanalytische Traumdeutung ein. Davon sind ihre Ölbilder geprägt, die sie im Keller unter dem Titel «Symbole des Individuationsprozesses» präsentiert. Im Rahmen der Vernissage zeigt Heidelinde Wimmer auch ihr psychologisches Filmexperiment «Fiery Spirit».

» Neu » Sa 27.1. 19:30. BJSLAD21JH: Kampf (Werk als Behauptung).
Lesereihe 4 junger südtiroler Autoren, die über ein halbes Jahr hinweg in Südtirol und Wien an wechselnden Orten veranstaltet wird. Für das Thema «Kampf» haben sich die Mitwirkenden – Gerd Sulzenbacher, Louis M. C. Schropp, Daniel Brandlechner und Matthias Vieider – den Perinetkeller ausgesucht; eine Wahl, die auch dem IODE gut gefällt.

Mi 31.1. 19:30. Der Kampf um die Stadt. Künstlerhaus wird zum Haselsteiner-Palast. Ein Tribunal gegen die forcierte Privatisierung der Kunst(-Infrastruktur) am Beispiel der Schenkung des Künstlerhauses an einen der führenden Bauunternehmer Europas. An der von ORF-Redakteurin Irene Suchy moderierten Debatte wirken die ehemalige Künstlerhaus-Programmausschuss-Leiterin Minna Antova, die Künstlerin Ilse Chlan (bekannt durch ihr antinationalistisches Nationalhymnenprojekt) u. v. a. mit.

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Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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Dezember 2017 im Keller – Vorsicht! Warm anziehen!

Fr 1.12. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte. Akt 2: Liesl Ujvary und Bodo Hell. Die Konzeption dieser vom Verein «Sprachspiel. Biennale West» initiierten Lesereihe nimmt ihren jeweiligen Ausgangspunkt bei den frühen und zum Teil vergriffenen Texten der Genannten: wie richtungsweisend waren sie? Ujvarys umfangreiches Werk, ein Laboratorium experimenteller sprachkritischer Verfahren, reicht von Prosatexten über Gedichtbände bis hin zu multimedialen Arbeiten, Hörspielen und fotografischen Artefakten. Der Dichter, Essayist und Künstler Bodo Hell lebt in Wien und im Sommer als Senn auf einer Dachstein-Alm. Sein vielseitiges Werk ist avantgardistischen Methoden verpflichtet und umfasst neben Texten auch Fotografien, Filme, Hörspiele, Musikalben und Theaterstücke.

Mi 6.12. 19:30. Einmal die Ohren kämmen, bitte! Der Futurist Wladimir Majakowski. In seinem Werk bündelt der Lyriker alle wesentlichen Impulse der russischen Moderne. Und ausgerechnet dieses Programm wird nachträglich auf Stalins Befehl im Sinne des Sozialistischen Realismus mutwillig umgedeutet! Die Übersetzungen von Alexander Nitzberg legen den radikalen Avantgardisten frei. Im Zentrum des Abends stehen die frühen sprachartistischen Experimente Majakowskis, kulminierend im Poem «Wölkchen in Hosen». Es ist erst der dritte Auftritt des aus Moskau stammenden Dichters und Majakowski-Übersetzers Alexander Nitzberg in der Perinetgasse 1 – und trotzdem haftet dem Zusammenhang Majakowski / Nitzberg / Perinetkeller schon etwas Legendäres an.

Do 7.12. 19:30. Freiheit, Fortschritt, Marmeladebrot. Duo Wolf & Licht und Ernst Lugmayr. Musik und Literatur im Keller. Musik vom Duo „Wolf & Licht“, Wolf Ratz & Stefan Lichtenegger. Stefan Lichtenegger: aka das Licht. Wolf Ratz ist ein in Bilbao geborener Sänger, Songwriter, Poet und Übersetzer spanischer Literatur. Der Schriftsetzer und Hausmeistersohn Ernst Lugmayr erzählt Episoden aus seiner Jugend im Grieskirchner «Glasscherbenviertel» in den 60er Jahren.

Sa 23.12. 19:30. 15 Jahre Slow Forward. So nennt sich die von Franz Sramek 2002 ins Leben gerufene Straßentheater- und Performance-Gruppe, die heute die schnellste Einsatzgruppe der Entschleunigungsbewegung ist. Die für ein jeweiliges Projekt benötigten Mitwirkenden sind aus einem Personentopf gefischt, der gegenwärtig aus etwa 40 Dramaturgie-Begabten besteht, DilettantInnen im ursprünglich positiven Sinn des Wortes. Kein halböffentlicher oder öffentlicher Raum ist vor ihrem provozierenden Kult der Langsamkeit sicher. Dabei geht es immer auch um das Recht auf Faulheit (ohne Lohnabzug!). Filmdokus, Live-Acts, Kellertanz.


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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