April 2019 im Keller

Do 4.4. 19:30. Photographie und Philosophie. Robert Newald ist einer der profiliertesten Portrait-, Presse- und Kunstphotographen Österreichs. Dreimal gewann er APA-Preise für Photojournalismus. Im Perinetkeller entpuppt er sich, vor projizierten ausgewählten Photos, als immer noch leidenschaftlicher Gelehrter in Sachen intervenierender Photokunst. Start einer mehrteiligen Newald-Personale.

Fr 5.4. 19:30. LATENZ – ein Dialog zwischen Text und Bild. Ein Abend mit Daniel Sostaric, visueller Künstler (konzeptionelle Arbeiten mit fotografischen Bildern) und Isa Pröll, literarische Künstlerin (konzeptionelle Arbeiten mit literarischen Bildern).

Mo 8.4. 19:30. Gotthard Fellerer stellt die neue BravDa vor. Untertitel: Organ gegen die kulturelle Einebnung Mitteleuropas. Mit der Musikgruppe TyRoll und Texten von Hans Haid und Gotthard Fellerer.

Mi 10.4. 19:30. Räte jenseits und diesseits der Leitha. 100 Jahre ist es her, seit die Arbeiterschaft im ungarischen und im österreichischen Teil der sich auflösenden Monarchie versuchte, die ArbeiterInnen-Selbstverwaltung zu realisieren. Zwei neue Bücher dazu werden vorgestellt: «Auf uns sind die Blicke der Welt gerichtet…» über die Rätebewegung in Ungarn von Gerhard Senft – und «Die Rätebewegung in Österreich», herausgegeben von Anna Leder, Mario Memoli und Adreas Pavlic.

Do 11.4. 19:30. Die ganze Wahrheit über die Wiener Aktionisten. Fortsetzung der Dokumentations-Reihe. Diesmal mit Wolfgang Bergelt, Johannes Friesinger und 16 Filmen von Kurt Kren.

Mo 15.4. 19:30. Thomas Frechberger liest Unberechenbares. Ein in einem Obdachlosenheim lebender Underground-Poet schenkt dem Kellerpublikum die frischesten Texte ein – das versprach er uns. Ist Wien immer noch «Leichenhalle und Rattenfalle / von Hütteldorf bis Oberlaa» – oder ist es viel schlimmer – eine «gut verwaltete Stadt», in der sogar für Frechberger ein Grab zur Verfügung steht?

Fr 26.4. 19:30. TOBMAN TUCSONIC. Jürgen Berlakovich und Nika Pfeifer. Live-Audio-Performance. Lesung. Experimentelle Soundproduktion. Ein Abend mit TOBMAN und TUCSONICS, mit imaginären Soundscapes und Bewusstseinsströmen in Tag- und Alpträumen von Gesellschaftskritik (mittels Psychotracker-App in Echtzeit in Textfiles übersetzt) und Animationen des Innenlebens. Eingefangen zwischen den Canyons und Arroyos der Wüste Arizonas und den Straßen von Tucson.

Mo 29.4. 19:30. Peter Uray liest Dietrich Kittner. Musik: Lothar Lässer. Von 1991 bis zu seinem Tode 2013 lebte der deutsche Kabarettist Dietrich Kittner in einem Dorf bei Radkersburg. Dort hat heute die Kittner-Stiftung, geleitet von Ernest Kaltenegger, ihren Sitz. Sie ist gemeinsam mit dem Österreichischen Kabarettarchiv und IODE die Veranstalterin dieses Abends.

Di 30.4. 19:30. Die ganze Wahrheit über die Wiener Aktionisten mit Waltraud Stieglitz (Performance-Mitwirkende) und Hubert Schatzl (Fotograf) – und mit 10 Filmen von Kurt Kren.

Das Institut ohne direkte Eigenschaften empfiehlt: Der Wiener «bahoe books»-Verlag wagte die zweite Auflage der Graphic Novel «Peršmanhof 25. April 1945». Die Autorin Evelyn Steinthaler und die Illustratorin Verena Loisel präsentieren sie. Thema: die Geschichte eines Massakers der Nazis in einem slowenisch-kärntnerischen Bauernhof in der Nähe von Eisenkappel. Fr 19.4. 19:30. Arena Bar, 1050, Margaretenstraße 117.


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

 

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März 2019 im Keller

Mo 4.3. ab 19h. Zsuzsi Vécsei – Aus dem Rahmen.. Out Of Perinetkeller: Die IODE-Künstlerin Zsuzsi Vecsei löst die traditonelle Erwartung des Betrachters an ein Bild – glatte Fläche begrenzt durch einen Rahmen – auf. Damit sprengt sie den Rahmen eines Bildes und strukturiert die Glätte der Oberfläche in einer Weise, dass ihr Werk raumgreifend aus der Fassung gerät.
Kunstraum Wien Mitte, 1030 Wien, Invalidenstrasse 15
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch und Freitag 16h – 19h, auf Ausstellungsdauer
Sonst nach telefonischer Vereinbarung: 06991 – 7130771
Finissage: Sonntag, 17.3.2019, 11h

Fr 15.3. 19:30. EMPFEHLUNG! Helmut Neundlinger im Gespräch mit Gabriele Petricek über ihr neues Buch «Die Unerreichbarkeit von Innsbruck» im Rahmen der Literaturserie «Buch & Buchtel». Ort: Arena Bar, 1050, Margaretenstraße 117.

Sa 16.3. 19:30. A WORLD WITHOUT WALLS. Im Februar und März 2019 finden in 149 Ländern über 900 Veranstaltungen des World Poetry Movement unter dem Titel A WORLD WITHOUT WALLS statt. Im Perinetkeller lesen: Thomas Antonic, Thomas Ballhausen, Thomas Brunnsteiner, Lucas Cejpek, Julius Deutschbauer, Verena Dürr, Michael Fischer, Natascha Gangl, Lydia Haider, Wolfgang Helmhart, Heinz D. Heisl, Michaela Hinterleitner, Max Höfler, Mark Kanak, Sina Klein, Margret Kreidl, Maria Muhar, Helmut Neundlinger, Florian Neuner, Gabriele Petricek, Judith Nika Pfeifer, Greta Pichler, Thomas Raab, Sophie Reyer, Tizian Rupp, Elias Schneitter, Dieter Sperl und Bernhard Widder.
Organisiert und kuratiert von Thomas Antonic und Ulrike Tauss.

So 17.3. 19:30 The European Grandma Project ist eine Initiative der in Linz lebenden Filmemacherin Alenka Maly. In Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Filmemacherinnen aus Italien, Island, Bulgarien, Russland, England, Griechenland und der Türkei entstand ein 85-Minuten-Film, in dem Großmütter ihren Enkeltöchtern die Geschichte(n) ihres Lebens erzählen. Die letzten 100 Jahre aus der Sicht von starken Frauen. Nach dem Film ein Gespräch mit Alenka Maly.

Mo 18.3. 19:30 . Zwei Filme von Alenka Maly. 1) «Noch gibt er nicht Milch» (45 min). Als der ukrainische Akkordeonist Andrej Serkov beim einem Konzert in einer Linzer Bar gebeten wird, die Internationale zu spielen, ist er verwundert darüber, dass es in Österreich Menschen gibt, die die Hymne der Proletarier singen. 2) «Kain Denkmal» (27 min). Ein liebevolles Porträt des österreichischen Schriftstellers Franz Kain, der aufgrund seiner politischen Haltung lange Zeit totgeschwiegen wurde. Zu Wort kommen u. a. Hubert von Goisern und der Schriftsteller Erich Hackl.

Mo 25.3. 19:30. Hirn mit Ei – Sinnkrisen am Würstelstand. Jugendlicher Tatendrang (Heidi Fial, Kontrabass; Andi Lechner, Gitarre) trifft dilettantischen Vorstadtschönling (Mario Lang, Gesang). Musik zwischen Lamour und Punk.

Fr 29.3. 19:30. Sarahbernhardt & Anna Stiegler: Konzert & Literatur. Ersteres ist ein Trio, das mit Harfe, Ukulele und drei Kehlköpfen das Erbe der Mostviertler Kindheit vertont. Anna Stiegler schrieb Geschichten, bevor sie schreiben konnte, und für manche Texte braucht sie ein Megaphon.


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

 

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22. April: Stadtflucht nach Linz – VALIE EXPORT Center & Mural Harbor.

Ein Tagesausflug in die oberösterreichische Landeshauptstadt zu Projekten, um die wir die Stadt Linz echt beneiden: In die Tabakfabrik, wo das » VALIE EXPORT Center seinen Sitz hat, und zu einer der größten Open Air-Galerien Österreichs mit derzeit » mehr als 100 Graffiti.

Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme unter diesem » Link…

Jänner 2018 im Keller

Do 11.1. 19:30. Gerhard Jaschkes Nekrothek: Elfriede Gerstl. Der Lyriker und «Freibord»-Herausgeber setzt die Reihe seiner qualitätsvollen Nachrufe auf österreichische, anti-triviale LiteratInnen fort. Gerstl gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grazer Autorenversammlung, die zur Plattform des gesellschaftskritischen Teils der österreichischen Literaturszene wurde. Als einzige Frau im Umkreis der Autoren der Wiener Gruppe und der frühen Aktionisten, die aus Wien vertrieben wurden, verbrachte sie die bewegten 60er Jahre in Berlin.

Mi 17.1. 19:30. Der ausgehungerte Zauberer. Daniil Charms (1905-1942) zählt zu den rätselhaftesten Poeten des 20. Jahrhunderts den letzten Avantgardisten der russischen Moderne. Der Charms-Herausgeber und -Übersetzer Alexander Nitzberg rezitiert seine sonderbarsten Gedichte.

Sa 20.1. 19:30. «du weißt, daß ich wie du ungern briefe schreibe»: Konrad Bayer in Briefen. Einmal mehr eine Premiere im Perineteller. Die konrad bayer gesellschaft präsentiert Briefe, die das Mitglied der avantgardistischen «Wiener Gruppe» an den Schweizer Schriftsteller und Revolutionär Giovanni Blumer schrieb. Einleitend berichtet der Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger über diese Korrespondenz und über weiteres Bayer-Material, das kürzlich entdeckt wurde. Es lesen Isabelle Aberegg, Arnold Hofbauer, Helmut Pany, Renate Pittroff, Judith Schöbel und Reinhold Westphal.

Mi 24.1. 19:30. Fast ein Theater: Weiter weiter weiter. Ein zweites Mal haben politisch interessierte KellerbesucherInnen die Gelegenheit, die fiktiven Dialoge zur Oktoberrevolution zu hören, mit denen Michail Schatrow die sowjetische Öffentlichkeit spaltete. Eine szenische Lesung, unterbrochen durch «vandalistische» Zerstörung von Revolutionsliedgut. Mitwirkende: Walter Famler, Peter Friedl, Kathrin Gräble, Andrea Hiller, Rainer Krispel, Rudi Lehner, Traude Lehner, Felix Mautner, Maren Rahmann, Evi Rohrmoser, Martin Tichy.

Do 25.1. 19:30. Heidelinde Wimmer: Eintags-Ausstellung und Film. Die 1967 in Steyr geborene Künstlerin tauchte in Wien in das Grundwerk C.G. Jungs und die psychoanalytische Traumdeutung ein. Davon sind ihre Ölbilder geprägt, die sie im Keller unter dem Titel «Symbole des Individuationsprozesses» präsentiert. Im Rahmen der Vernissage zeigt Heidelinde Wimmer auch ihr psychologisches Filmexperiment «Fiery Spirit».

» Neu » Sa 27.1. 19:30. BJSLAD21JH: Kampf (Werk als Behauptung).
Lesereihe 4 junger südtiroler Autoren, die über ein halbes Jahr hinweg in Südtirol und Wien an wechselnden Orten veranstaltet wird. Für das Thema «Kampf» haben sich die Mitwirkenden – Gerd Sulzenbacher, Louis M. C. Schropp, Daniel Brandlechner und Matthias Vieider – den Perinetkeller ausgesucht; eine Wahl, die auch dem IODE gut gefällt.

Mi 31.1. 19:30. Der Kampf um die Stadt. Künstlerhaus wird zum Haselsteiner-Palast. Ein Tribunal gegen die forcierte Privatisierung der Kunst(-Infrastruktur) am Beispiel der Schenkung des Künstlerhauses an einen der führenden Bauunternehmer Europas. An der von ORF-Redakteurin Irene Suchy moderierten Debatte wirken die ehemalige Künstlerhaus-Programmausschuss-Leiterin Minna Antova, die Künstlerin Ilse Chlan (bekannt durch ihr antinationalistisches Nationalhymnenprojekt) u. v. a. mit.

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Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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Dezember 2017 im Keller – Vorsicht! Warm anziehen!

Fr 1.12. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte. Akt 2: Liesl Ujvary und Bodo Hell. Die Konzeption dieser vom Verein «Sprachspiel. Biennale West» initiierten Lesereihe nimmt ihren jeweiligen Ausgangspunkt bei den frühen und zum Teil vergriffenen Texten der Genannten: wie richtungsweisend waren sie? Ujvarys umfangreiches Werk, ein Laboratorium experimenteller sprachkritischer Verfahren, reicht von Prosatexten über Gedichtbände bis hin zu multimedialen Arbeiten, Hörspielen und fotografischen Artefakten. Der Dichter, Essayist und Künstler Bodo Hell lebt in Wien und im Sommer als Senn auf einer Dachstein-Alm. Sein vielseitiges Werk ist avantgardistischen Methoden verpflichtet und umfasst neben Texten auch Fotografien, Filme, Hörspiele, Musikalben und Theaterstücke.

Mi 6.12. 19:30. Einmal die Ohren kämmen, bitte! Der Futurist Wladimir Majakowski. In seinem Werk bündelt der Lyriker alle wesentlichen Impulse der russischen Moderne. Und ausgerechnet dieses Programm wird nachträglich auf Stalins Befehl im Sinne des Sozialistischen Realismus mutwillig umgedeutet! Die Übersetzungen von Alexander Nitzberg legen den radikalen Avantgardisten frei. Im Zentrum des Abends stehen die frühen sprachartistischen Experimente Majakowskis, kulminierend im Poem «Wölkchen in Hosen». Es ist erst der dritte Auftritt des aus Moskau stammenden Dichters und Majakowski-Übersetzers Alexander Nitzberg in der Perinetgasse 1 – und trotzdem haftet dem Zusammenhang Majakowski / Nitzberg / Perinetkeller schon etwas Legendäres an.

Do 7.12. 19:30. Freiheit, Fortschritt, Marmeladebrot. Duo Wolf & Licht und Ernst Lugmayr. Musik und Literatur im Keller. Musik vom Duo „Wolf & Licht“, Wolf Ratz & Stefan Lichtenegger. Stefan Lichtenegger: aka das Licht. Wolf Ratz ist ein in Bilbao geborener Sänger, Songwriter, Poet und Übersetzer spanischer Literatur. Der Schriftsetzer und Hausmeistersohn Ernst Lugmayr erzählt Episoden aus seiner Jugend im Grieskirchner «Glasscherbenviertel» in den 60er Jahren.

Sa 23.12. 19:30. 15 Jahre Slow Forward. So nennt sich die von Franz Sramek 2002 ins Leben gerufene Straßentheater- und Performance-Gruppe, die heute die schnellste Einsatzgruppe der Entschleunigungsbewegung ist. Die für ein jeweiliges Projekt benötigten Mitwirkenden sind aus einem Personentopf gefischt, der gegenwärtig aus etwa 40 Dramaturgie-Begabten besteht, DilettantInnen im ursprünglich positiven Sinn des Wortes. Kein halböffentlicher oder öffentlicher Raum ist vor ihrem provozierenden Kult der Langsamkeit sicher. Dabei geht es immer auch um das Recht auf Faulheit (ohne Lohnabzug!). Filmdokus, Live-Acts, Kellertanz.


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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Fotos von „Erste Texte und jüngste Worte. Akt 1: Brigitta Falkner und Dieter Sperl“

Am 23. November gab es im Perinetkeller:

video, vortrag, animation, storyboard, textfilm, diagramm, rebus, sequentielle kunst, flugschrift, filmtagebuch, diorama, konzeptuelle literatur, screenshot, sampling, aleatorik, textmaschine, kombinatorik, methodische dichtung, grundlagenforschung, palindrom, lipogramm, kunstradio, sprachsynthese, glossolalie.

Konzept: Ulrike Tauss für Biennale West – Sprachspiel. Verein für Literatur und Kunst.
Brigitta Falkner, Dieter Sperl. Lesung°Video°Dialog

fotos: georg theuermann, martin scheifele

November 2017 im Keller

Do 2.11. 19:30. Sugar Plum – Böse Mädchen Nacht. Die Ex-Friedrichshof-Kommunardin setzt sich wie ein Kuckuck ins ehemalig gemachte aktionistische Netz. Installationen, Objekte, Malereien, Aktionen, Filme (darunter «Mädchen lügen nicht», Dokumentation der Körperaktion mit NOYA in der Galerie C).
Fr 3.11. 19:30. Sugar Plum – Böse Mädchen Nacht.

Mi 8.11. 19:30 pünktlich. Kunst im öffentlichen Raum, Teil 2. Warum so viele Verbote? Was macht Kunst gefährlich? Vortrag von Erich Félix Mautner. Diskussion & Skriptum.

Do 9.11. 19:30. Michael Stavarič liest «Gotland»-Szenen. Wer ist eigentlich dieser Gott, über den alle sprechen? Wir werden es erfahren, im neuesten – bei Luchterhand erschienenen – Roman des österreichisch-tschechischen Schriftstellers und Übersetzers.

Fr 10.11. 19:30. Dampfbetriebene Liebesanstalt. Alexander Nitzberg, geboren in Moskau, lebt als Lyriker und Übersetzer in Wien. Er rezitiert seine Übertragungen der Gedichte russischer Futuristen – Majakowski, Burliuk, Chlebnikow und viele andere.

Do 23.11. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte. Akt 1: Brigitta Falkner und Dieter Sperl. …sequentielle kunst, flugschrift, filmtagebuch, diorama, konzeptuelle literatur, screenshot, sampling, aleatorik, textmaschine, kombinatorik, methodische dichtung, grundlagenforschung, palindrom, lipogramm, kunstradio, sprachsynthese, glossolalie. Konzept: Sprachspiel. Verein für Literatur und Kunst.

Fr 24.11. 19:30. Achternbusch Trilogie: «Das Gespenst». DER Skandalfilm. Wegen Sätzen wie «Wenn das Brot mein Leib ist und der Wein mein Blut, was ist dann dieses Würstchen?» in Österreich wegen «Herabwürdigung religiöser Lehren» auch heute noch verboten. Nach dem Film (84 min) Diskussion mit Otto Dünser (Zensurkritiker) und Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren).
Sa 25.11. 19:30. Achternbusch Trilogie: «Bierkampf». Witzigster Film des bayrischen Kino-Avantgardisten. Mischung von Spielfilmhandlung und dokumentierter Realität. Achternbusch als Polizist beim Münchner Oktoberfest (85 min).
So 26.11. 19:30 Achternbusch Trilogie: Best and Worst of. Filmpassagen. Ein Querschnitt durch das filmische Werk Achternbuschs, von Victor Halb kommentiert.

Do 30.11. 19:30. Jaschkes Nekrothek, die Dritte: Erinnerung an Joe Berger. Der Wiener Boheme-Literat, gestorben im Mai 1991, war nicht nur durch seine skurrilen Texte, sondern auch durch seine Präsenz in der Wiener Avantgardeszene und durch seine Aktionsgruppen (z.B. «Arbeitsgruppe Bauernschnapsen») bekannt. Ein Abend mit dem «Freibord»-Herausgeber Gerhard Jaschke, Sara Berger und Überraschungsgästen.

Fr 1.12. 19:30. Erste Texte und jüngste Worte. Akt 2: Liesl Ujvary und Bodo Hell.

 


Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).

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