Weiter geht’s mit dem Bloomsday 2024

Weiter geht’s mit dem Bloomsday 2024

Am Sonntag 16. Juni 19 Uhr:

BLOOMSDAY IM PERINETKELLER

Unter den Bücherwahnsinnigen ist James Joyce primus inter pares. Rund um seinen Roman „Ulysses“ – ein Buch mit siebenhundert Siegeln – hat sich eine Partei gegründet, die in keinem Punkt Konsens herstellen kann außer in einer Angelegenheit: Auf der ganzen Welt wird am 16. Juni der Bloomsday gefeiert, benannt nach der Hauptfigur im Roman.

Mister Bloom kann damit leben: wir feiern an diesem Tag auch 2 Geburtstage:

Erstens. Der Perinetkeller ist 9 Jahre lang in der künstlerischen Gewalt des „Instituts ohne direkte Eigenschaften“. Das heißt: Wir betreiben den Keller schon länger als es die 4 Wiener Aktionisten machten, die das Gemäuer in den 1960er Jahren als Atelier benutzten.

Zweitens. Das Fanzine KEMATEN feiert den 2. Geburtstag. Anders als das Aktionistenblatt „Die Schaastrommel“ dient diese monatlich herausgegebene Tageszeitung der Versöhnung zwischen Richtigem Leben und Falscher Arbeit.

Das Programm:

„Wenn wir Kematen nicht hätten“, Kurzvideo. Maren Rahmann, Marlene Rahmann, Klaus „der Schwimmer“.

„mein essen mit andrea“. w.v.wizlsperger bringt 2 kurze scenen aus dem vermutlich abendfüllenden stück. Der joyce-bezug liegt quasi auf der hand. die ulysses-referenzen stehen im raum wie nie bestellt und infolgedessen auch nicht abgeholt. w.v.wizlsperger ernährt sich ausreichend und sehr gesund, zusätzlich trinkt er so viel wie nötig; seine beiden vornamen kennt nur seine mama (bei und mit der er durchaus sorgenfrei lebt und arbeitet).

SIGNOR JOYCE – von Curd Duca und Stefanie Wolff. „Signor Joyce“ ist eine kurze Leseperformance auf Deutsch und Triestinn, dem lokalen Dialekt von Triest, wo Joyce viele Jahre gelebt und gearbeitet hat – unter anderem hat er seinen Roman „Ulysses“ dort begonnen.
Curd Duca, Musiker, Komponist und Autor, lebt in Wien. Schreibt Aphorismen, Gedichte und rhythmische Prosa. Komponiert psychedelische Soundscapes. Stefanie Wolff, Musikerin und Autorin, geboren und aufgewachsen in Hamburg, lebt in Wien, schreibt Kurzgeschichten und lyrische Prosa, macht Lesungen und Performances sowie elektro-akustische Miniaturen für Streichinstrumente und Stimme.

STRIP TEETH. Von Felix Eder. Solo Wortakrobatik. Ja natürlich ist das alles nicht zum Lachen. Nach 22 Auftritten in der Münchner Slam-Szene erstmals in Wien. Felix Eder, geboren in OÖ, lebt in München als Dichter, Kulturmanager und Obsthändler

Eintritt: Spende

In der Reihe „Die ganze Wahrheit über die Gruppe der Wiener Aktionisten“: Peter Michael Lingens

Am Dienstag, 16. April 2024, 19.30 (pünktlich):

Ein Gespräch mit Peter Michael Lingens

Peter Michael Lingens ist wahrscheinlich der Doyen der österreichischen Journalistik, ein sensibler Chronist der Zeitgeschichte. Er war u. a. an der Gründung von trend und profil beteiligt, war erster Chefredakteur des profil und später Herausgeber, 1990 war er Herausgeber und Chefredakteur der österreichischen Ausgabe der Wirtschaftswoche. Danach wechselte er in die Chefredaktion des Standard.

Lingens übernahm eine Professur für Journalismus an der Donau-Universität Krems und lehrte an der Journalismus-Akademie in Wien. Er ist mehrfacher Buchautor und immer einer der klügsten Kolumnisten des Landes, immer wieder beim profil und seit 2017 im Falter.

In diesem Winter ist von ihm das umfangreiche Werk „Zeitzeuge eines Jahrhunderts: eine Familiengeschichte zwischen Adolf Hitler, Bruno Kreisky, Donald Trump und Wladimir Putin“ erschienen.

* * *

In der Reihe „Die ganze Wahrheit über die Gruppe der Wiener Aktioniaten“ wird im Perinetkeller seit 2018 an der Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Aktionisten gearbeitet, kuratiert von Erich Félix Mautner, dokumentiert von Hubert Sielecki.

In Video-Dokumentationen erklären Zeitzeug*Innen ihre Mitwirkung, Begegnungen und Erfahrungen mit den vier Performance-Künstlern Brus, Mühl, Nitsch und Schwarzkogler, der Gruppe der Wiener Aktionisten.

Bevor die Dokumentation fertiggestellt wird, bitten wir Personen, die als Rezipient*Innen oder Mitwirkende direkt dabei waren, sich zu melden! (erich-felix.mautner@chello.at)

15. – 17. März: Schattenspiele – Malerei im Perinetkeller

Unter dem Titel “Schattenspiele“ präsentieren die Maler Fabian Köttl und Jérôme David Meinlschmidt dunkle Momentaufnahmen der im Menschen immanenten Krisis in Farbe auf Leinwand. Es ist des Menschen Dasein, sein physischer Leib, sein Umgang mit der Befähigung zur Selbstreflexion und daraus resultierende Impulse und soziale Dynamiken, welche ihn auf einem schmalen Grat zwischen Moral und Amoralität, zwischen Hilfsbereitschaft und Hilflosigkeit schwanken lassen. Einige Extremata dieser Gratwanderung sind von 15.03. – 17.03.   jeweils von 17 bis 22 Uhr im Perinetkeller zu sehen.

DAS TROTTOIR LEBT – DER AUGUSTIN IM PERINETKELLER

Eine Hommage an die Erste Österreichische Boulevardzeitung

am Donnerstag, 23.11.2023
Beginn: 18h30

AUSSTELLUNGEN
Thomas Kriebaum – Gustl – gezeichnet vom Leben
Anton Blitzstein – Mein zukünftiges Ich

11% K.THEATER
spielt Auszüge aus Dario Fos Stück „Bezahlt wird nicht“ (1974)
ein (wieder) brandaktuelles Stück, das sich mit Teuerungen auseinandersetzt

LESUNGEN
Hömal Dobscha – spendet und liest Trost und Rat
Anton Blitzstein – Nachruf auf mich selbst
Riki Parzer – I am what I am

HIRSCH FISCH UND STIMMGEWITTER AUGUSTIN
Brieftauben, ein Hirsch-Fisch und ein Chor Dino mit Country Grenze. Was hat das Ganze mit dem Ede vom Hinterhof und dem Herzen eines Boxers zu tun?

Eintritt: Spende

DIE GANZE WAHRHEIT ÜBER DIE GRUPPE DER WIENER AKTIONISTEN

Das Grand Finale des IODE-Langzeitprojekts

Am Dienstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr: Statements von Gerhard Oberschlick (letzter Herausgeber der legendären Zeitschrift Neues FORVM; Erinnerungen an den Diabolisten Josef Dworak, Vormieter des Perinetkellers, der dann von Otto Muehl übernommen wurde), Paul Poet (Regisseur, Journalist, Medienwissenschaftler) und Manfred Wasner (Architekt , arbeitete für Muehls Friedrichshof-Kommune).

 

Am Montag, 23.Oktober, 19.30 Uhr: Statement von Roman Grabner (Leiter des Bruseum in Graz, dem Aktionisten Günter Brus gewidmet).

 

Am Donnerstag, 16. November, 19.30 Uhr: Statements von Judith Weissenböck (ORF-Regisseurin, Akteurin in Nitschs Orgien-Mysterien-Theater), Katharina Biber (langjährige Assistentin von Hermann Nitsch) und Waltraud Stieglitz (Mitwirkende bei Materialaktionen von Otto Muehll).

 

Die Reihe ist von Erich Félix Mautner (Institut ohne direkte Eigenschaften, IODE) kuratiert. Kontakt: 0664 466 17 25 / erich-felix.mautner@chello.at

1 Jahr „KEMATEN“ – 1 Fest im Keller der Aktionisten

9. September 2023, 19:00 Uhr

Wer auf eine weiße Weste wert legt, wird mit diesem Medium keine Freude haben. Die Zeitung wird von prima Klebern gemacht und tritt dem Benützer / der Benützerin niemals als Ware entgegen, immer nur als Geschenk.

Aus dem Programm:

Präsentation des Kurzvideos (2023)
„WO KEMADMA HIN WAUNS KEMATEN NED GIBT“
Oder: Die Wahrheit liegt immer im Orkan
Kamera: Marlene Rahmann
Darstellerin: Maren Rahmann
Ton: Klaus Der Schwimmer Tschabitzer
Idee: Robert Sommer
Windstärke: 9

*
Wolfgang Koch
Roll Stilgerechte Literatur. Ein Vortrag.

*
W.V. Wizlsperger (Kollegium Kalksburg)
Lesung aus Eigentexten und aus Sommers Blendwerk
„Ich komm aus der Herz Gegend und meine Muttersprache ist das Herz Klopfen“

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Live Concert
TRIO ALBTRIEB TRIO
die einzige Wiener Band mit Doppeltriogarantie
u.a.

Vernissage: „Schwelle“ – eine Ausstellung von Anna Anvidalfarei und Christoph Kaltseis

Heißer August im kühlen Perinetkeller (2/2):

Freitag, 25. August 2023, 18 Uhr

Vom spätsommerlich heißen Wien über die Schwelle treten in den kühlen Keller mit der Kunst.

Die Schwellen zwischen den beiden KünstlerInnen werden gemessen überschritten.

Die Kunst an den Wänden überschreitet eine weitere Schwelle und ergießt sich in den Raum.

Von dort wendet sich Jakob Goubran mit seiner Lesung an die Kunst. Sie dankt es ihm und grüßt zurück.

Live-Musik erklingt. Die Schwelle zum Unbekannten ist längst überschritten.

Eintritt: Spende

„Was ist denn jetzt das mit dieser Künstlichen Intelligenz?“

Heißer August im kühlen Perinetkeller (1/2):

Mittwoch, 09. August 2023, 19.30 Uhr

Ein performativer Vortrag von Victor Halb, unterstützt von Videos

Bitte wenn möglich einen frisch formatierten USB-Stick mitbringen!

Victor Halb ist hin- und hergerissen, fasziniert, gerät in Panik, kann es langsam schon nicht mehr hören, all die Warnungen vor den Gefahren, all die Beschwichtigungen, es gebe keine.

Aber er reißt sich am Riemen und im ersten Teil legt er nüchtern dar: Wie funktionieren KIs? Was können sie und was können sie (bisher noch) nicht? Wie wird sich das weiter entwickeln?

Im zweiten Teil wird dann Science-Fiction geschaut, Spielfilmausschnitte verschiedenen Alters und verschiedener Güte. Wie realistisch sind die Szenarien? Haben sie jeweils einen wahren Kern?

Das Fazit im dritten Teil soll hier nicht vorweggenommen werden. Vielleicht könnte es lauten, dass in nächster Zeit ein Haufen Jobs verloren gehen dürften, in der kreativen Werbewirtschaft zum Beispiel. Was kein Verlust wäre, über den groß gejammert werden müsste. Oder vielleicht werden an diesem Abend aber auch noch – wer weiß, wer weiß? – erste praktische Abwehrmaßnahmen gesetzt, auf dass die Künstliche Stupidität oder Stupide Intelligenz nicht demnächst die Weltherrschaft ergreift. (Bitte einen frisch formatierten USB-Stick mitbringen!)

Eintritt: Spende