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SUMMARY:Teba - Arche oder Wort. Es lesen Rudolf Krieger und Gerhard Schifko
DESCRIPTION:Manfred Stangl auf www.literaturzeitschrift.de zum neuen Buch Kriegers: Rudolf Krieger entwickelte eine neue Lyriksprache. Das ist bemerkenswert. Dass er sich zur Kommunikation eines individuelles Zeichen-Systems – bzw. Symbolsystems bedient\, verweist dabei keineswegs auf die Gepflogenheiten der Moderne\, die eigene Originalität und Kreativität in den Mittelpunkt zu stellen. Sondern vielmehr auf die Notwendigkeit\, auf den Bedeutungs- und Sinnverlust in Folge der Zerstörung der klassischen verbindlichen Symbolsprachen (welche ja schon Josef Beuys beklagte)\, neue verbindliche Symbole und eine gültige Metaphernsprache zu finden. \nDie Schwierigkeit liegt natürlich in der Forderung nach Allgemeingültigkeit solch individuell kreierter Sprachen: In der Lyrik jedenfalls ist das Verständnis ohnehin nicht mit der kühlen Rationalität zu finden. Worte\, Metaphern\, Sprachbilder berühren den Leser – sagen einem etwas – oder eben nicht. Eine Absolut-Setzung der Symbole/Zeichen ist in der Dichtkunst nicht notwendig – wäre letztlich ja gar ein Rückschritt vor die Moderne\, die vor Verabsolutierungen der einzelnen -ismen und Überbietungsorgien nur so strotzt. Verbindlichkeit ist eindeutig gegeben\, weil Krieger auf eine leibhaftige Sprache setzt (statt auf das Zerreißen der Syntax und die Sinnzertrümmerung der modernen/postmodernen Sprachzerstörer). Inspiriert von Natur\, Bewegung\, Philosophie und Mystik (hebräischer Provenienz\, tibetanisches Totenbuch und I-Ging) ist er imstande\, Räume des Ewigen und Plätze der Offenbarungen miteinander zu verbinden. Dieser Offenbarungsplatz ist für ihn das Wort. Die Straßen von den Plätzen weg in das Leben hinein sind seine Sätze\, in denen er eine transrationale – eine den reinen Intellekt und erst recht die Naturwissenschaften übersteigende – Wirklichkeit kündet. \nKrieger ist tief vom Symbolwillen durchdrungen. Wasser ist Leben. In dem manch papierener Fisch schwimmt. Genaues erfahren wir ja in Kriegers Symbolerklärungen. Plattrationales Verstehen zu suchen\, erschwert das Eintauchen in seine Sprache – man würde nur auf den Wellen hin- und hergeworfen werden. Am besten läse man wohl nicht mit den profanen Augen\, sondern mit dem weit geöffneten dritten. Dann offenbart sich die Sinnschönheit Kriegers Sprache. Erkennt man\, dass seine Elegien weniger Klage\, als leises Rufen sind\, auf dass er die Antwort des Windes\, der Sterne\, des Erdbodens\, eines Tisches nicht überhört. Wenn wir selbst stille werden\, um in diesem Rufen das allgemein Wesenhafte zu erlauschen\, dann mögen wir ebenfalls in der Lage sein\, die Antworten des Ewigen\, sowie der Steine und der Lampen in uns zu vernehmen. \nWir sollten sachte lesen\, nicht mit den gewohnten eingeschalteten Verstandesscheinwerfern\, die nur in Autobahnsackgassen zügig führen. Dann glimmt ein Schein auf\, der uns Pfade ins Innere der Zeit weist. Zurück zu unserem edelsten Wesen. Zur Seele. \nOder: Das Schwarz des unendlichen\, lebendigen\, glitzernden Nichts – von Rudolf Krieger massiv und feurig komprimiert – funkelt als Diamant auf.
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SUMMARY:Helmut Dahmers Tagebuchaufzeichnungen aus dem Jahr 1968
DESCRIPTION:Foto: David Wilson – CC BY 2.0\nDas Jahr 1968 war eines jener Jahre\, in dem sich die Geschichte gleichsam verdichtete. Der Autor lebte damals in Frankfurt am Main\, einem der Zentren der antiautoritären Studenten- und Schüler-Protestbewegung\, und war Tutor im Walter-Kolb-Studentenhaus\, das in der Nachbarschaft des Instituts für Sozialforschung und der Goethe-Universität liegt. Dies Studentenhaus war damals eine Hochburg des „Sozialistischen Studentenbunds“ (SDS)\, der Anfang der sechziger Jahre von der Sozialdemokratischen Partei unabhängig geworden war\, zur internationalen „Neuen Linken“ gehörte und die „Außerparlamentarische Opposition“ inspirierte und organisierte. Dahmer studierte u.a. bei Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas. \nDahmer schloss sein Soziologiestudium 1967/68 ab\, arbeitete anschließend als Assistent an der Technischen Hochschule Darmstadt und übernahm im Herbst des Jahres die Redaktion der (von Alexander Mitscherlich herausgegebenen) psychoanalytischen Monatszeitschrift Psyche. Er gibt eine auf 10 Bände berechnete Ausgabe von Schriften Trotzkis heraus. Gegenwärtig lebt er als freier Publizist in Wien. \nSeine Tagebuchaufzeichnungen aus dem Jahr 1968 umfassen 100 Blatt. Einige von besonderem Interesse wurden für den Abend im Perinetkeller ausgewählt und werden jeweils kurz kommentiert. Den Abschluss bildet eine Charakteristik der 68er Bewegung. \nDahmer stellt sie zur Debatte – an einem Ort\, der wie geschaffen erscheint\, die Fragestellungen dieser «Revolution» (?) zu beurteilen; bekanntlich grassiert in Wien der defaitistische Mythos\, der Beitrag Wiens am der globalen 1968er-Erschütterung reduziere sich auf die »Sensationen» der aus dem Perinetkeller heraus ans Tageslicht getretenen Happenigsszene. Ihre politische Relevanz ist freilich umstritten. Ein bezeichnendes Detail dazu: Hermann Nitsch\, einer der Väter des Perinetkellers\, befand sich im April 1968 in den USA. Der Filmemacher Jonas Mekas\, der ihn eingeladen hatte\, bat den Wiener Aktionskünstler\, eine öffentliche Geste der Empörung gegen die Ermordung Martin Luther Kings zu setzen\, die unmittelbar vor einem Auftritt des Aktionisten in Cincinnati die ganze Welt erschütterte. Für mich wäre es ganz schlecht\, soll Nitsch geantwortet haben\, «diesen traurigen Vorfall mit meiner Arbeit zu verbinden».
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SUMMARY:Szenische Lesung: Die Möglichkeit und der Automat –  über Revolutionskonjunktivismus und den Mechano Sapiens.
DESCRIPTION:Jule Bombon\, alias Mensch\, Phenotyp: anti-Autor-itär\, Blutgruppe: A-Kreis\, liest aus neuem Roman. Artemisian\, alias Heilkraut\, Phenotyp: tale`n-Tiert entschädigt das Publikum mit Piano und Perkussion.\nIn dieser phantastisch-realistischen Erzählung schlüpft die Zuhöhrer*in in die Rolle einer dadaistisch-surrealistischen Künstler*in\, die Handlung erzählt sich über die entstehenden Bilder. Schauplatz ist die Südostukraine 1921\, wo eine anarchistische Selbstverwaltung von Bäuer*innen und Arbeiter*innen (Machno-Bewegung) Jahre lang gegen alle damaligen Weltmächte bestehen konnte. Eine Frage erschüttert die Revolutionär*innen: Wie viele Kompromisse soll man eingehen für den guten Zweck\, für die Revolution. Gar keine\, meint etwa die Revolutionskonjunktivistin. Die Hauptfigur flieht mit Nestor Machno vor den Bolschewiki nach Paris\, ins Milieu der russischen und spanischen Anarchist*innen. Hier\, wo Straßen elektrisch beleuchtet und Zugtickets am Automaten gekauft werden\, stellt sich eine alte Frage in neuem Gewand: Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Maschine? Ist es die absolute\, vom Zweck unabhängige Existenz? Nochmal: Wie viele Kompromisse soll man eingehen\, zum Zwecke der Revolution?\nDer Roman erscheint demnächst bei wirklich\, dem Postulag für Wirklichkeitsrekonstruktion. www.wirklich.space
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