BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Perinetkeller - IODE - ECPv6.15.20//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://perinetkeller.at
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Perinetkeller - IODE
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20170326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20171029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20180325T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20181028T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20190331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20191027T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180607T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180607T193000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T101029Z
LAST-MODIFIED:20180520T101029Z
UID:1570-1528399800-1528399800@perinetkeller.at
SUMMARY:Herbert Stumpfl: 50 Jahre „Kunst und Revolution“ und Die Jahre am Friedrichshof
DESCRIPTION:50 Jahre „Kunst und Revolution“ und Die Jahre am Friedrichshof \nTeil vier der Dokumentationsreihe über die Wiener Aktionisten: Herbert Stumpfl spricht über „Kunst und Revolution“ im Hörsaal 1 des NIG\, in der Boulevard-Presse kurz „Uniferkelei“. Und über das Leben in der sog. „Muehl-Kommune“ am Friedrichshof im Burgenland und deren Ende. \nAm Donnerstag\, 7. Juni 2018\, ist es exakt fünfzig Jahre her\, da die radikalsten Künstler Österreichs im seither weltberühmten „Hörsaal eins“ des Neuen Institutsgebäudes der Wiener Universität in einem gemeinsamen Happening aufgetreten sind. Herbert Stumpfl liest über dieses und ein zweites Kapitel aus seinen Reflexionen: „Die Kommune Friedrichshof“ \n  \n\nKunst und Revolution – Ferkelei und Exil\n (Zitat von Vanessa Hannesschläger\, 3. September 2015) \n\nDie politische oder juristische Verfolgung von Kunstschaffenden wird allgemein mit totalitären Regimen und Diktaturen assoziiert\, doch die Geschichte der Emigration Günter Brus’ aus Österreich in den 1960er Jahren zeigt\, dass auch konservative Demokratien ihre Kreativen zuweilen durch juristische Verfolgung vertreiben. \nIm Jahr 1968 fand im Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes der Universität Wien die Veranstaltung “Kunst und Revolution” statt. Auf der Bühne standen österreichische Aktionismusschaffende (neben Günter Brus auch Otto Muehl\, Malte Olschewski\, Peter Weibel\, Oswald Wiener und VALIE EXPORT)1\, die Handlungen durchführten\, die dank einer Schlagzeile der Kronenzeitung als “Uni-Ferkelei” im kollektiven Gedächtnis erhalten geblieben sind: \n„wir sind dran: hinter mir\, mit schrillender kommandopfeife marschieren nackt stumpfl\, anastas und herrmann\, besteigen den katheder\, ich notiere auf die tafel: wer kann weiter / beginnt der pinkelwettbewerb\, der sieger bekommt eine plastikrose. es folgt: schwechater\, recht hat er\, mit bierschaumspritzen\, dieweil hat brus einen sessel auf den katheder gestellt\, steigt drauf\, nackt bis auf die socken\, starrt vor sich\, würgt sich einen\, drückt\, fährt sich mit’m finger zum arsch\, verschmiert seine scheiße am körper\, singt mit erregt gebrochener stimme die bundeshymne – jetzt ist feuer am dach\, die versammlung ist elektrisiert\, an den drei ausgängen trauben von leuten\, die flüchten wollten und jetzt mit offenen mündern auf sakrileg-brus starren / nicht mehr rauskommen\, da ist es\, das fanal infernal\, verstörtes schweigen im grellen licht\, ende der vorführung\, stehen sie rum\, sind sie in die sessel geklebt\, hängen an den eingängen.“2 \n“Kunst und Revolution” hatte für jene\, die daran teilgenommen hatten\, ein juristisches Nachspiel\, das in Untersuchungshaft und Haftstrafen mündete: \n“Brus\, Mühl und Wiener werden verhaftet und erhalten zunächst 28 Tage Arrest als Verwaltungsstrafe. […] Einen Tag nach Erhalt ihrer Verwaltungsstrafen werden Brus\, Mühl und Wiener in Untersuchungshaft genommen. Nach zwei Monaten U-Haft wird Wiener vom ‘Schwurgerichtshof beim Landesgericht für Strafsachen Wien’ frei gesprochen\, da er nicht\, wie unterstellt\, zur Wiederholung der Aktion im Stephansdom aufgerufen hat. Er erhält aber keine Haftentschädigung. Brus erhält sechs Monate strengen Arrest wegen ‘Herabwürdigung österreichischer Symbole’ und ‘Verletzung der Sittlichkeit und Schamhaftigkeit’. Seine beiden Vorstrafen wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses werden im Urteil als strafverschärfend gewertet. Mühl wird ‘wegen vorsätzlicher körperlicher Beschädigung’ zu vier Wochen Arrest verurteilt und erhält keine Haftentschädigung für die zu lange U-Haft. In zweiter Instanz wird Brus’ Strafe auf fünf Monate reduziert.”3 \nOb man auf der Ebene der Ästhetik Verständnis für die Art und Weise aufbringen kann\, in der die Wiener Aktionismusschaffenden ihre Perspektiven ausdrückten\, ist den Rezipierenden selbst überlassen. Nicht zur Diskussion steht aber\, dass es sich bei dem\, was im Rahmen von “Kunst und Revolution” geschah\, um Kunst handelt – die frei sein muss und nicht strafbar sein darf. So will es das österreichische Staatsgesetz4\, wenngleich das österreichische Strafgesetzbuch für die “Herabwürdigung des Staates und seiner Symbole”5 auch heute noch eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten vorsieht. “Die Dauer der U-Haft im Verhältnis zu den Urteilen gegen Wiener und Mühl erlaubt\, daran zu zweifeln\, dass Gerechtigkeit der einzige handlungsleitende Maßstab der Justiz nach der massenmedialen Empörung war.”6 \nDass die europäischen Justizen seit 1968 ein besseres Verständnis von der Freiheit der Kunst entwickelt haben\, zeigen die jüngsten Freisprüche für Jonathan Meese nach Anklagen wegen des künstlerischen Einsatzes nationalsozialistischer Symbole auf der Bühne.7 Die Staaten der 1960er Jahre aber zwangen ihre Kunstschaffenden zur Emigration\, wenn ihre Arbeiten die Grenzen eines diffusen “guten Geschmacks” überschritten und demnach in der öffentlichen Wahrnehmung nicht durch das Recht auf Kunstfreiheit geschützt waren. Der heute gefeierte Hermann Nitsch etwa verließ damals Österreich\, da er in diesem Land keine Aktionen mehr durchführen durfte8 – aktuell ist ihm eine Ausstellung im Wiener Theatermuseum gewidmet. Mit dem juristischen Urteil über “Kunst und Revolution” war auch für Günter Brus der Zeitpunkt für die “Flucht aus Österreich ins Berliner Exil”9 gekommen – aus Wien\, “dieser seltsamen Stadt\, die keiner verläßt\, ehe er von ihr gezeichnet ist.”10 \n\nKunst im öffentlichen Raum Wien\, http://www.koer.or.at/cgi-bin/koer/archiv.pl?id=5 (Zugriff: 23.8.2015) [↩]\nGedächtnisprotokoll von Othmar Bauer\, in: Die Welt bis gestern: „…matte sache\, das ganze\, bisher…“\, Die Presse\, 13.6.2008\, http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/weltbisgestern/390834/Die-Welt-bis-gestern_matte-sache-das-ganze-bisher (Zugriff: 23.8.2015) [↩]\nThomas Dreher: Aktionstheater als Provokation: groteske Körperkonzeption im Wiener Aktionismus\, http://dreher.netzliteratur.net/2_Performance_Aktionismus.html (Zugriff: 23.8.2015) [↩]\nÖsterreichisches Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger\, §17a\, https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10000006 (Zugriff: 3.9.2015) [↩]\nÖsterreichisches Strafgesetzbuch\, §248\, https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12029797 (Zugriff: 3.9.2015) [↩]\nVgl. Dreher: Aktionstheater (Anm. 3) [↩]\nHitlergruß und Hakenkreuz: Jonathan Meese darf das\, N24\, 2.1.2014\, http://www.n24.de/n24/Wissen/Kultur-Gesellschaft/d/4063878/jonathan-meese-darf-das.html  (Zugriff: 23.8.2015) [↩]\nVgl. Dreher: Aktionstheater (Anm. 3) [↩]\nGünter Brus: Das gute alte Wien\, Salzburg und Wien: Jung und Jung 2007\, S. 161 [↩]\nEbd.\, S. 7 [↩]\n\n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/herbert-stumpfl-50-jahre-kunst-und-revolution-und-die-jahre-am-friedrichshof/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180608T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180608T193000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T110257Z
LAST-MODIFIED:20180522T203136Z
UID:1579-1528486200-1528486200@perinetkeller.at
SUMMARY:«Organismen»
DESCRIPTION:erneut der versuch / austreibendem leben / entkommenslos / sinn geben – Lyrik von loonyplanet\, dazu artwork von Veronika Birer. \nDie 1965 in Wien geborene und in der Kunstschule und in der Akademie ausgebildete Malerin Kika Birer hat sich aus dem Werk Karl Valentins ein Bonmot geholt: Kunst sei schön\, mache aber viel Arbeit. Diese Feststellung liest sich für so manche künstlerische KollegInnen als Bestätigung des Zweifelns an der Kunst . Im Falle Kika Birers jedoch bewirkt sie ganz anderes: Sie findet das Zitat motivierend. «Ich mache Kunst\, um nichts anderes zu denken. Ich banne Gespenster auf weißem Hintergrund. Kunst sollte Zustände reflektieren. Innere und Äußere. Das ist ein anspruchsvolles Ziel\, ohne Garantie auf Erfüllung»\, erklärt Kika Birer ihr Anliegen. Bisherige Ausstellungen unter anderem: Erste österreichische Sparkasse; Verein „sowhat“; Werkstatt Babsi Daum; Wiener Linien U2 Museumsquartier; Q202; Kulturverein FROFF. \nEiner ähnlichen Philosophie will der Poet und Performer mit dem Künstlernamen loonyplanet zum Ausdruck verhelfen. «Mit meinen Zeilen möchte ich den Zuhörer entführen – in andere Leben\, in ein anderes Sein\, in andere Organismen.» Zur Entscheidung\, erstmals eigene Texte zu lesen\, hat ihn – als Stammgast – die Stimmung im Perinetkeller animiert. Performances und Intallationen von ihm gab des unter anderem in Deutschmeistersaal und im Café Einfahrt zu sehen. \n \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/organismen/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180611T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180611T193000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T102850Z
LAST-MODIFIED:20180520T102850Z
UID:1572-1528745400-1528745400@perinetkeller.at
SUMMARY:Theo Altenberg: MenschenKörper\, Eingeweihte!
DESCRIPTION:Über die Wiener Aktionisten und die unfassbare Leichtigkeit existentieller Radikalität in den 60er Jahren\nTheo Altenberg zeigt Aktionsfilme aus den 60er Jahren mit Ana und Günter Brus\, Otto Muehl\, Rudolf Schwarzkogler\, Kurt Kren\, Peter Weibel\, u.a. aus dem PAP Filmverleih Archiv Karlheinz und Renate Hein\, München.\nim Anschluss: Dialog mit einem Ungenannten Ährenmitglied \nFoto Theo Altenberg: © Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz (Ausschnitt)\nTheo Altenberg ist Künstler und Autor. Von 1980-83 arbeitete er mit Joseph Beuys und der FIU an den Projekten „7000 Eichen” und „Institut für Kunst und Gesellschaftsgestaltung“. Er initiierte und kuratierte die Sammlung und das Archiv des Wiener Aktionismus Friedrichshof (1983-1991)\, sowie das Projekt „Atelier del Sur\, El Cabrito“ auf der Insel La Gomera (1986-1993). 1994 – 1998 Techno Projekt „ODER NICE“ electronic poetry\, 2014 – 2015 Projekte mit der Volksbühne Berlin „Existenz Palast“\, „van Gogh revisited“\, „VAIGHT“ (mit Barbara T. Smith\, Paul McCarthy\, Günter Brus\, Jaki Liebezeit\, Jochen Irmler\, Lukas Taido). Er lebt und arbeitet in Berlin. \n„Der 1952 in Mönchengladbach geborene Künstler wird 1972 beim Besuch der Documenta 5 in Kassel inspiriert sein Arbeitsfeld im Bereich der Aktionskunst zu suchen. Er verlässt 1973 das Rheinland\, um nach dem Studiums an der Werkkunstschule Krefeld diese Idee in der Wiener Kommune des Aktionskünstlers Otto Muehl in eine radikale ästhetische Praxis\, die alle Lebensbereiche einschliessen sollte\, umzusetzen. In der experimentellen Künstlergemeinschaft findet Theo Altenberg seine Ausdrucksformen vor allem in den Medien Photographie\, Performance\, Tanz und später als Schauspieler in den Spielfilmen der Kommune (als Hauptdarsteller in den Rollen von Vincent van Gogh\, Pablo Picasso\, Richard Gerstl und Andy Warhol). Er verlegt die Zeitschrift „AA Nachrichten“ Zeitschrift für alternative Lebensformen (1974 – 1976) und initiiert und kuratiert die Projekte „Sammlung Friedrichshof / Archiv des Wiener Aktionismus“ (1983 – 1991) und „Atelier del Sur“ auf der Insel La Gomera (1986 – 1993). Mit Joseph Beuys und der Free International University arbeitet er von 1980 – 1983 an den Aktionen „7000 Eichen“\, „Kronenschmelze“ und „Apollozelt“ (Documenta 7\, Kassel\, mit Rhea Thönges und Johannes Stüttgen) ). In dieser Parallelität von „Lebensform Kommune“ und den Projekten mit Joseph Beuys\, mit dem er in diesen Jahren mehrere Videos produziert\, eine Begegnung mit dem österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky in Wien organisiert und das Buch „Gespräche mit Beuys“ verlegt\, wird die Idee\, Kunst und Leben in einem permanenten Bewusstseinsprozess zu verschmelzen\, für ihn Realität. In den Jahren 1986/87 wird endgültig sichtbar\, dass das Gemeinschaftsprojekt im autokratischen Hierarchie-System\, des zum „Maximo Lider“ mutierten Gründers Otto Muehl\, erstickt. Der Versuch Altenbergs durch die Kunst eine Öffnung zu den alternativen Bewegungen der Gesellschaft zu erreichen\, scheitert.\n1987 wendet er sich\, in einer Phase der inneren Isolation\, Spracharbeiten zu\, in denen er den Anordnungen von Wortgebilden auf den Leib rückt: „Es wurde damals alles viel zu eng. Es musste ein Entzerren stattfinden. Ich ordnete die Buchstaben zunächst wie auf einer Spielkarte\, um in dieser panischen Situation den Begriffen ihre Einsamkeit deutlich zu machen. Eine Art Trauma-Poesie über den Untergang unserer implodierten Utopie.“ Es geht um Begriffe wie A N G S T\, LIE BE\, HA SS\, um die kollektiven Ekstasen einer gescheiterten Vision und den Verlust einer sozialen Identität.\nDas AuseinanderReissen von Wörtern löst versteckte Übersetzungsprozesse aus. Das Verschieben in Zeilen ermöglicht Mutmaßungen über verborgene und verbogene Bedeutungen. Aus Weisheit wird WE IS HE IT oder WE I SHE IT \, aus Muttersprache MUT TER SP RACHE. Es ergeben sich Verwandtschaften zur Lyrik des Rap\, in der auf ähnliche Art Verkürzungen von Worten zu „Key Letters“ praktiziert werden. In der Berliner Galerie Bruno Brunnet (1993) werden erstmalig\, die Wandarbeit A N G S T\, eine Reihe von Stickbildern\, die er in Zusammenarbeit mit seiner Mutter produziert und eine Dia-Text-Installation mit dem Titel „Sexual Correctness“ ausgestellt.\nDie Dekonstruktion von Begriffen und ihren Erscheinungsformen bleibt bis heute ein Forschungsfeld des Künstlers. Ab 1994 ereignen sich „Spracharbeiten“ auch in Form von Songtexten in den Projekten NAME und Das ES und in Kollaborationen mit Burnt Friedman (Berlin)\, Kreidler (Düsseldorf/Köln)\, u.a.\nMitte der 90er Jahre gründet er gemeinsam mit Alexander Gutsch das Club Projekt ODER NICE. Mit live acts unter dem Begriff Electronic Poetry gastiert das Duo in Techno Clubs wie z.B. das „Ultraschall“\, München; „Aufschwung Ost“\, Kassel; WMF\, Berlin. 1997 erscheint auf dem Label HÖR SPIEL MUSIK ihre LP „List and Link Music“. 1998 veranstaltet Altenberg gemeinsam mit DJ Hell und Freunden die erste kubanische Techno-Salsa Nacht im Studentenclub der Universität von Havanna.\nSeit 1999 arbeitet er mit Djuna Lou Finidee kontinuierlich an Gemeinschaftsprojekten. Es entstehen musikalische DialogKonzerte\, der Kurzfilm „Eine kleine Frequenztheorie“ und gemeinsame Arbeiten in den Medien Video und Photographie. Die Zusammenarbeit mit Burnt Friedman und seinem Label „nonplace“ beinhaltet die verschiedensten musikalischen Experimente\, z.B. VocalStudien zu Konzept-Dub\, zeitgenössische „Protestsongs“ wie „Fuck Back“ oder Tanzflächen-kompatible Tracks im Stil von „Surprise me“ oder „Healer“. Seit 2011 ergibt sich ausserdem eine visuelle Partnerschaft. Die ArtWorks des Labels sind Bilder aus Altenbergs Atelier. Ende der 80er Jahre wendet sich Altenberg der Malerei zu. Die Arbeiten der letzten Jahre entstehen ohne jeglichen Einsatz von Werkzeugen. Sie sind das Ergebnis von Interaktionen mit den „Eigenschaften“ Masse\, Flüssigkeitsgrad\, Schwerkraft und Trocknungsprozess. Die in experimentellen Prozessen hergestellten Vorlagen (Öl auf vorgedrucktem Karton) werden weiter entwickelt und schliesslich zu großformatigen Pigmentdrucken verarbeitet. \nAltenberg über Malerei: „Gustav Metzger’s Liquid Crystal Environment from1966\, which I saw reinstalled in 2002 at Zürich’s Migros Museum\, subsequently had a profound influence on my current practice. In painting it has always been part of my intention to use colour as a kind of ‘liquid space’\, and I feel Metzger’s work encapsulated this feeling perfectly.“ (Elephant magazine\, London 2012)\n2014 / 2015 arbeitet er mit der Volksbühne Berlin an mehreren Bühnenprojekten: MUTTER MUND VATER LAND mit Burnt Friedman\, Jaki Liebezeit und Konstantin von Sichart. „Existenz Palast“ (u.a. mit Günter Brus\, Barbara T. Smith und Paul McCarthy)\, „Van Gogh Revisited“\, (Altenberg & McCarthy).“ (Zitat aus Pressetext der Volksbühne Berlin\, 2016) \nwww.theoaltenberg.com \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/theo-altenberg-menschenkoerper-eingeweihte/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180614T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180614T193000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T104959Z
LAST-MODIFIED:20180520T105100Z
UID:1575-1529004600-1529004600@perinetkeller.at
SUMMARY:Terese Schulmeister: "Muehl war ein sehr geschickter Manipulator"
DESCRIPTION:„Terese Schulmeister ist Malerin und war führendes Mitglied der Kommune von Otto Muehl“ (Wikipedia). Sie spricht über ihre Erinnerungen an den Aktionismus und ihre Zeit am Friedrichshof. Und sie zeigt ihren bislang letzten Film\, „Ungehorsam“. \nUNGEHORSAM erzählt vom Verlust von Illusionen und Utopien. Aufgewachsen in einer Wiener Familie\, die von der temperamentvollen Dominanz und der öffentlichen Bekanntheit des Vaters als Chefredakteur der ‚Presse‘ geprägt ist wie auch vom rätselhaftem Kummer der Mutter\, die sich für Mann und Kinder verausgabt\, sucht Terese nach einem anderen Leben und schließt sich der Kommune des Aktionskünstlers Otto Mühl an. Das zunächst so frei scheinende Liebes- und Lebensexperiment scheitert jedoch zunehmend. Eine Montage aus Zeitsprüngen führt immer tiefer in die emotionale Welt der Protagonistin. \nGeboren in Gmunden\, 1967-68 AFS Program USA\, 1969-72 Universität Wien\, 1972-90 Kommuneexperiment Friedrichshof\, 1999-2000 Auslandsstipendium des Bundeskanzleramts in der Cité des arts in Paris\, lebt und arbeitet Terese Schulmeister heute in Wien und in ihrem Atelier am Friedrichshof im Burgenland. \nTerese Schulmeister hat am Friedrichshof mehrere Filme realisiert\, so z.B. „Vincent“ (The film portrays Vincent van Gogh as the archetype of an anarchical artist. Vincent as the first hippy\, provocateur and outsider. A drop-out who tries to escape from the narrow confines of society by becoming an artist.) mit Theo Altenberg\, Günter Brus\, Francesco Conz\, Otto Muehl\, Hermann Nitsch\, Kurt Kalb\, Erich Fischer\, Violaine Roussies\, Judith Goldblat\, Oswald Oberhuber\, Rosemarie Schwarzwälder\, Francesco Conzr\, Orlan\, Friedrich Geyrhofer\, Rudi Schmutz\, Al Hansen\, Johannes Gachnang\, Peter Forstner\, Philipp Corner\, Fatma Lootah\, Erika\, Gigi and Silvestre Micheli und vielen anderen. \nwww.tereseschulmeister.at \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/terese-schulmeister-muehl-war-ein-sehr-geschickter-manipulator/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180615T160000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180615T210000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T112105Z
LAST-MODIFIED:20180526T225948Z
UID:1582-1529078400-1529096400@perinetkeller.at
SUMMARY:GEBURTSTAGSFEST: ZWEI JAHRE PERINETKELLER/neu – ZWEI JAHRE INSTITUT OHNE DIREKTE EIGENSCHAFTEN.
DESCRIPTION:Von Kunst kann man nicht leben. Ohne Kunst kann man nicht leben. \nAb 16 Uhr bei trockenem Wetter am Gaußplatz: Roman Britschgis Röschti-Ecke\, Performances von Mike Blumentopf und SlowForward Performances; der Augustin-Cartoonist Karl Berger führt seinen Comics-Marx in die Welt ein\, etc. Der Keller ist ab 16:00 Uhr offen. \nAb 18:30 Uhr im Keller: Der letzte Taumel der Menschheit. Lesungen aus den Medien des Austro-Surrealismus: Blutorgel (Gerhard Oberschlick); Irrwisch (Margot Hruby) und Schastrommel (Richard Weihs). \nAb 19:30 Uhr: Die Rio Reiser. Besetzung: Rainer Krispel (gesang)\, Mario Lang (gesang)\, Alex Miksch (gitarre)\, Walther Soyka (knopfharmonika)\, Vincenz Wizlsperger (bass/tuba). \n   \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/geburtstagsfest-zwei-jahre-perinetkeller-neu-zwei-jahre-institut-ohne-direkte-eigenschaften/
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180615T183000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180615T183000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180526T225609Z
LAST-MODIFIED:20180526T225609Z
UID:1601-1529087400-1529087400@perinetkeller.at
SUMMARY:Der letzte Taumel der Menschheit.
DESCRIPTION:Eine Lesung aus Anlass des 2-jährigen Geburtstags des Perinetkellers und des Instituts ohne direkte Eigenschaften. Margot Hruby\, Gerhard Oberschlick und Richard Weihs trafen eine Auswahl aus den Texten der «Schastrommel»\, des «Irrwisch» und der «Blutorgel». \n \n«Ich bin ein unglaublicher Titelfetischist\, und man sagt auch von mir\, dass ich ruck-zuck welche finden kann. So kommt es zu Kuriositäten\, weil ich oft in Titel so verliebt bin\, dass ich sie einfach hinsetze und dann fragt man sich\, was hat der Inhalt eigentlich mit diesen Titeln zu tun. Manchmal gibt es aber direkte Zusammenhänge\, und wenn ich oft mit Welt oder Nacht oder sonstigen Begriffen umgehe\, dann sage ich unverhohlen\, dass ich mich auch gerne sehr bewusst in pathetischen Bereichen aufhalte\, weil ich diese Bereiche nicht einfach aus der Kunst gelöscht haben will.» Diesen Einblick in seine Denk­-und Schreibgeheimnisse ließ der Aktionist Günter Brus in einem Interview mit Johanna Schwanberg zu. Titelfetischismus ist den PerinetkellerbetreibeInnen vom «Institut ohne direkte Eigenschaften» naturgemäß nicht ganz unfremd\, und vielleicht wäre es gar nicht zu der hiermit angekündigten Geburtstagsfest-Lesung gekommen\, wenn die Medien der Wiener Aktionisten nicht «Schastrommel». «Irrwisch» oder «Blutorgel» geheißen hätten\, sondern »Nachrichten aus der Perinetgasse». \nWährend die Titel «Schastrommel» und «Irrwisch» dem Reflektiertesten der Gruppe\, Günter Brus\, zugerechnet werden müssen\, ist die «Blutorgel» ein Einfall von Josef Dvorak. Die «Blutorgel»\, Kreation aus dem Jahr 1962\, gab es in drei Aggregatszuständen: Als künstlerisch-anarchistisches Manifest\, als dreitägige provozierende Praxis und als viermal erscheinende Zeitung. «Chefredakteur» Dvorak bemühte sich\, in seinem Editorial keine Fragen zum Sinn der Zeitung offen zu lassen: «(…) Die Blutorgel ist das köstliche Sprachrohr und das politische Originalorgan der anti-etceteristischen Bewegung Die Blutorgel\, die immer wieder von sich reden macht (…) Die Blutorgel versucht\, durch Einschwitzen jede Institution aufzulösen\, jedoch eine neue Oberste Blutokratie mit garantiert bürokratischen Vollmachten zu installieren (…) Die Blutorgel fasst vor dem Ende der Welt die Menschheit in einem LETZTEN TAUMEL zusammen\, der dann abgeblasen wird.» \nZur Vorgeschichte der «Schastrommel» zählt das berühmte Happening in der Wiener Uni im Juni 1968 unter dem Titel «Kunst und Revolution». Infolge seiner provozierenden «Körperanalyse» erklärte man Brus in einer Pressekampagne zum «meistgehassten Österreicher». Er wurde zu sechs Monaten Arrest verurteilt. Um einer Haftstrafe zu entgehen\, floh er mit seiner Familie nach Berlin und lebte dort zehn Jahre – bis 1979 – im Exil. Erst nachdem die Haftstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt wurde\, kehrte er wieder zurück nach Graz. Der Untertitel dieses immerhin fünf Jahre lang erschienenen Blattes hieß: «Das Organ der österreichischen Exilregierung». Künstlerkollegen wie Rudolf Schwarzkogler\, Gerhard Rühm\, Otto Muehl\, Peter Gorsen\, Hermann Nitsch und Oswald Wiener waren an verschiedenen Ausgaben beteiligt. Einer der publizistischen Höhepunkte der «Schastrommel» war der Abdruck des psychiatrischen Gutachtens\, mit dem Dr. Gross\, der Mordarzt aus dem Steinhof\, damals noch Österreichs bestbezahlter Gerichtspsychiater\, Günter Brus fertig machen wollte. Kurzes Schmankerlzitat daraus: «Es handelt sich bei Herrn Brus um das Persönlichkeitsbild einer Psychopathie\, das heißt\, er ist nicht in der Lage\, mit seinen eigenen Spannungen fertig zu werde. Es finden sich weiters stark ausgeprägte Hinweise auf erhöhte Aggressionsmechanismen und auf eine massive Konfliktbereitschaft mit der Umgebung.» \nDas «Irrwisch»-Projekt war laut Brus eine Übergangsphase von den Aktionen zu den späteren «Bilddichtungen»\, wie er die Kombination von Text und Zeichnung nannte. Es war noch geprägt von deftigsten Tabubrüchen im sexuellen Bereich. Wenn Brus heute sagt\, in Österreich wie international habe die Kunst sich immer mehr vom Skandal wegbewegt und die Gesellschaft schlucke heute jede Provokation\, ist Einspruch erlaubt. Die Irrwisch-Texte\, vorgelesen vor einer Gemeinderatssitzung\, und die Irrwisch-Illustrationen\, projiziert auf eine Außenwand des Domes … und schon gäb´s Bahöö wie anno dazumals. \nAus «Blutorgel»\, «Irrwisch» und «Schastrommel» lesen Gerhard Oberschlick\, Margot Hruby und Richard Weihs. Gerhard Oberschlick war der letzte Herausgeber der Diskussionszeitschrift NEUES FORVM\, die jahrelang wie kein anderes Medium der Kontroverse um die Wiener Aktionisten eine Ausdrucksform bot. Margot Hruby ist als Schauspielerin\, Sängerin\, Performerin und Autorin tätig. Theater-Zusammenarbeit u. a. mit Hubsi Kramar\, Dieter Haspel\, Peter Gruber\, Michaela Scheday\, Miki Malör\, Justus Neumann\, Kurt Sobotka\, Marianne Sägebrecht\, Erwin Steinhauer\, Yosi Wanunu\, Anna Maria Krassnig\, Klaus Pieber\, Anselm Lipgen … Einige Musik- und Theater- Eigenproduktionen und Solo-Stücke. Aktuelles Programm: ein Brecht-Liederabend. Richard Weihs ist Schauspieler\, Musiker\, Autor und Kabarettist. Er verfasste das Schimpfwörterbuch «Wiener Wut». Musikalische Zusammenarbeit unter anderem mit Otto Lechner\, Klaus Trabitsch und Christina Zurbrügg. \nCover der Schastrommel: The University of Chicago Library \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/der-letzte-taumel-der-menschheit/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180615T193000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180615T193000
DTSTAMP:20260427T201629
CREATED:20180520T114203Z
LAST-MODIFIED:20180520T114203Z
UID:1588-1529091000-1529091000@perinetkeller.at
SUMMARY:Die Rio-Reiser
DESCRIPTION:Kurze Geschichte der Band\, die das IODE-Geburtstagsfest im Perinetkeller abschließt: Es waren einmal fünf Musiker. Die kamen nicht etwa von selbst auf die Idee\, ihrer Stadt Wien die Songs des unvergessenen deutschen Anarcho-Rockers (Der König von Deutschland; Der Traum ist aus; Junimond; Alles Lüge; etc.) zu schenken. Sie mussten zu ihrem Glück gezwungen werden – von einem Wiener Musikveranstalter\, der dem Stimmgewitter Augustin-Zampano Mario Lang folgenden Auftrag gegeben hatte: Du suchst dir die Bandmitglieder zusammen\, die einen Rio-Tick haben. Mario fand auf Anhieb vier – und die nahmen einen nicht sonderlich hektischen Probenbetrieb auf. Das ging auch nicht anders\, weil die Ausgewählten nämlich für ihre unterschiedlichen traditionellen Konstellationen musikalisch auffällig werden (Kollegium Kalksburg\, Niftys\, Seven Sioux\, Soyka/Stirner\, Stimmgewitter). Sie teilen den erhöhten Bezug zu Rio Reiser\, der deutschen Sänger- und Texter-Legende. Der linksradikalste unter den westdeutschen Musikern war zugleich auch der\, dem die schönsten Liebeslieder der deutschen Sprache einfielen. Durch das Instrumentarium (Gitarre\, Harmonika\, Kontrabaß oder Tuba\, zwei Stimmen) wurden die Interpretationen fast notgedrungen eigenständig\, die Leidenschaft fürs Material und die Chemie unter den Ausübenden taten ein Übriges\, dass die beiden Start-Konzerte im November 2008 im Aktionsradius Wien sich in die Liga der legendären Abende eintragen konnten. Was macht man\, wenn so eine Übung so gelingt?\nGenau – weiter \nDie Rio Reiser. Besetzung: Rainer Krispel (gesang)\, Mario Lang (gesang)\, Alex Miksch (gitarre) statt Michael Bruckner\, Walther Soyka (knopfharmonika)\, Vincenz Wizlsperger (bass/tuba). \n\nDer Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Wiener Aktionisten und wird seit Juni 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben. Spenden sind erwünscht. Kein Konsumzwang. Getränke gegen Spenden. Wir raten dringend\, ein persönliches Glaserl mitzubringen – andernfalls droht der Plastikbecher. Klo am Platz (ca. 100 m).
URL:https://perinetkeller.at/event/die-rio-reiser/
LOCATION:Perinetkeller\, Perinetgasse 1\, Wien\, 1200\, Österreich
END:VEVENT
END:VCALENDAR